Unbezahlte Werbung

Durch das schöne Instagram stoß ich auf einen Account mit dem Namen Lesejury. Ich hatte davor noch nichts davon gehört und folgte einfach mal wild drauf los.

Nach und nach stoß ich immer wieder auf den Begriff Leserunde und entschloss mich schließlich, die Website mal anzuschauen.

Um was geht es bei der Lesejury?

Kurz und knapp: Ein Forum in dem sich jeder Leseverrückte mit anderen austauschen kann.

Das besondere daran sind für mich die Leserunden. Hier kann sich jeder auf ein oder mehrere Bücher bewerben, um an solch einer Runde teilzunehmen.

Was macht man in einer Leserunde?

Als erstes bekommt man das Buch zugeschickt, auf das man sich beworben hatte (natürlich nur wenn man angenommen wurde). Je nach Buch kann dass das Manuskript sein oder eine E-Book-Datei.

Das richtige coole daran, man darf das Buch lesen bevor es überhaupt erschienen ist. Deswegen gibt es natürlich Auflagen, an die man sich halten muss.

Dann fängt die sogenannte Vorstellungsrunde an. Hier stellen sich alle Teilnehmer einander vor und tauschen sich ein bisschen aus.

Man hat ebenfalls die Option, Fragen an das Lesejury-Team zu stellen. Bei meiner Leserunde war das ziemlich entscheidend, denn wir bekamen alle erst Mal das falsche Buch zugeschickt und haben so gleich Hilfe vom Team bekommen.

Der Ablauf der Leserunde

Wir hatten drei festgelegte Leseabschnitte. Es wurde mehrmals betont, dass man sich wirklich an die Abschnitte halten soll, damit man später keinen spoilert und auch aktiv an den Diskussionen teilnehmen kann.

Pro Abschnitt laßen wir ungefähr 100-150 Seiten und hatten dafür eine Woche Zeit.

Wie fand ich die Einhaltung an die Leseabschnitte?

Normalerweise lese ich ein Buch durch, wenn es mir gefällt. Die ersten beiden Teile habe ich in je 1,5 Tagen fertig gehabt, weil sie einfach so spannend und schön geschrieben sind.

Deswegen, hatte ich erstmal ein wenig bedenken, dass es etwas langweilig werden könnte, jedes Mal auf die nächste Woche zu warten.

Aber, das war einfach überhaupt nicht so. Natürlich ist es schön, ein Buch in einem Zug durchzulesen. Aber ich habe gemerkt, dass man so viel mehr von einem Buch mitnimmt, wenn man sich wirklich Zeit dafür nimmt.

Es hat einfach nur Spaß gemacht, Theorien aufzustellen und darüber nachzudenken, wie es denn weiter gehen könnte.

Austausch mit den anderen Teilnehmern

Ich fand es wirklich interessant, wie andere die Abschnitte fanden. Es hat Spaß gemacht, Theorien mit ihnen zu teilen und die Dinge immer wieder aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Nach der Leserunde?

Nachdem die Abschnitte fertig gelesen wurden, ist es Zeit die Rezession des Buches zu verfassen. Soweit sind wir in unserer Leserunde noch nicht ganz, aber ich freue mich darauf, meine zu verfassen.

Wer eine gute Rezession verfasst hat und sich aktiv an der Leserunde beteiligt hat, bekommt dann das “richtige” Buch zugeschickt.

Leserunde mit Autorenbegleitung

Ebenfalls toll war, dass dies eine Leserunde mit Autoren-Begleitung war. Das heißt, dass in meinem Fall Akram El-Bahay unsere Fragen beantwortet hat und gewisse Zusammenhänge nochmal expliziter erklärt hat.

Meine Fragen an Akram El-Bahay:

“Mich würde interessieren, ob Samir und Kani anfangs anders hießen und du sie quasi nach einer Weile nochmal unbenannt hast, also ihre geheimen Namen entdeckt hast.”

Das wäre eine schöne Idee. Aber die beiden hatten ihre Namen von Anfang an. Allerdings hat Sam seinen Namen aus einer anderen Geschichte gestohlen: aus dem Herzenmacher. Dessen Hauptcharakter musste sich dann in der Überarbeitung Léo nennen.

Ich fand dass echt toll, dass er alle Fragen so schnell beantwortet hat.

“Ich sehe oft Bilder von Bibliotheken auf Instagram und manche davon könnten glatt Paramythia sein.
Daher meine Frage, welcher Ort erinnert dich an Paramythia?”

Für die Bücherstadt habe ich ganz viele Bibliotheksbilder zusammengesucht und sie im Kopf zu Paramythia zusammengesetzt. Im Grunde ist jeder Ort mit vielen Büchern eine Vorlage der Bücherstadt, denn solche Orte üben immer eine besondere Magie aus.

Wie cool wäre es, Paramythia selbst einmal besuchen zu können?

Die letzte Frage ist ein kleiner S P O I L E R FÜR ALLE DIE NOCH N I C H T DEN BÜCHERKRIEG GELESEN HABEN

“Wieso haben wir eigentlich keinen der geheimen Namen erfahren?”

Das ist eine schöne Frage! Ich stelle mir die Namen als besondere, machtvolle Worte vor, die nur stumm (von den ausgesprochen werden können. Sie hier aufzuschreiben, hätte ihnen das magische genommen. Daher habe ich darauf verzichtet sie hier explizit aufzuführen.

Ich finde auch, dass die Namen so noch viel magischer wirken, aber ich hätte irgendwie gerne einen Namen gehört.

Lieblingszitate

Hier hatte man die Chance, alle Zitate loszuwerden, auf die man in dem Buch gestoßen ist. Ich hab während dem Lesen ein kleines Notizbuch geführt und fleißig Zitate gesammelt, die mir besonders gut gefallen haben.

Da es sich hierbei um sehr große Spoiler handeln würde, teile ich meine Zitate erst in einem anderen Blog Post mit euch.

Meine Tipps für die Leserunde

Ein Lese-Tagebuch führen

Ich hatte ein kleines Notizbuch neben mir, während ich das Buch laß. Immer wenn ich auf eine spannende Stelle stoß, schrieb ich eine kleine Zusammenfassung nieder.

Ich notierte mir Fragen und Theorien, die sich während dem Lesen für mich ergaben und schrieb ebenfalls Seitenzahlen und Zitate nieder.

Warum das ganze?

Weil es am Ende einfach sehr geholfen hat auf den Punkt zu kommen. Ich wusste noch genau, was in jedem Abschnitt passierte und konnte bei Fragen oder Unklarheiten genau auf die Stelle im Buch zurückgreifen.

Ich vergaß nicht, auf was ich am Ende eingehen wollte und konnte “live” meine Reaktion zu den spannenden Stellen wiedergeben.

Möchte ich nochmal an einer Leserunde teilnehmen?

Auf jeden Fall!
Ich hoffe, dass ich nochmal die Chance bekomme, an einer Leserunde teilzunehmen. Es war eine richtig schöne Erfahrung, die mich die Bücherstadt-Reihe nur noch mehr ins Herz schließen ließ.

Danke, dass ich dabei sein durfte.

𝓐𝓷𝓷-𝓚𝓪𝓽𝓱𝓻𝓲𝓷

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